Moosbierbaumer
Dorfblatt'l. Unabhängige Moosbierbaumer Dorfzeitung |
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Natur ums DorfIn dieser Ausgabe möchte ich Ihnen, der Jahreszeit entsprechend, einige Tiere mit ihrem Verhalten im Winter vorstellen und auch ein paar nützliche Ratschläge, Ihren Garten betreffend, geben. Weihnachtszeit ist Karpfenzeit! Diesen Anlass möchte ich nutzen, Ihnen, werte Leser, diese Fischart etwas näher zu bringen. Eigentlich sollte man meinen, dass die Karpfen, die wir vor den Feiertagen bei Märkten bzw. Teichwirten erwerben, sich schon im ausgewachsenen Stadium befinden. Doch das ist ein kleiner Irrtum, denn diese Fische können in großen Gewässern immerhin ein Körpergewicht von 30 kg erreichen, und das bei einer Länge bis zu einem Meter.
Die im Moosbierbaumer See sich befindenden Arten sind vor allem Spiegel- und Schuppenkarpfen. Ein nicht nur optisch Verwandter ist die Karausche, die sich hauptsächlich im Jungstadium durch das Fehlen von Barteln, dass sind zwei fadenförmige Tastorgane, die sich an der Unterseite des Mauls befinden, unterscheiden. Bei der Ernährung sind sie nicht sehr wählerisch. Neben Mais, Hartkäse, Brot, Semmeln, Getreide und Würmern steht sogar Hundetrockenfutter auf ihrem Speiseplan. Doch so manchen Angler hat dieser Fisch schon zum Aufgeben gebracht. Ich selbst saß schon stundenlang auf meinem Platz, ohne dass sich etwas rührte. In der heutigen Zeit hat sich aber in der Fischerei technisch schon sehr viel verändert, so dass man nicht unbedingt die ganze Zeit den an der Schnur angebrachten Stoppel - auch Schwimmer genannt - beobachten muss. Meine Anglerkollegen fischen so wie ich mit elektronischen Bissanzeigern.
Winterzeit im Garten In der Natur beginnen sich die Tiere langsam auf den Winter vorzubereiten. Eifrig sammeln die Igel Moos, Würmer und andere Kerbtiere, um sich für den Winterschlaf noch einmal richtig vollzufressen. Dieser beginnt je nach Witterung frühestens im Oktober und endet im März. Um den sehr nützlichen Igel in den eigenen Garten zu bekommen, bedarf es wenig Aufwandes. Er begnügt sich mit einem Laubhaufen, in den er sich zurückzieht. Solange der Boden noch nicht gefroren ist, beschert uns der Maulwurf eine Hügellandschaft in unseren Grünanlagen. Da er sich ebenfalls von Schnecken, Tausendfüßlern und Würmern ernährt, sollte es wohlüberlegt sein, ihn zu vertreiben. Falls Sie trotzdem den Wunsch haben, ihn loszuwerden, empfehle ich, statt teurer chemischer Mittel, die meist sowieso nichts nutzen, die natürliche Variante: Versuchen Sie, einen in eine stinkende Brühe getauchten Fetzen in seine unterirdischen Gänge einzubringen.Gartenteichbesitzern würde ich empfehlen, abgefallenes Laub zu entfernen, damit es zu keiner Gärgasbildung unter der Eisschicht kommt. |
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